Roadshow in München: Jedox stellt Release 5 seiner Software vor

Letzte Woche stellte die Jedox AG die neue Version der Jedox Suite 5 im Rahmen einer Roadshow vor. Normalerweise meide ich Vertriebsveranstaltungen dieser Art, aber für Jedox habe ich dann doch eine Ausnahme gemacht. Warum? Ganz einfach: Jedox füllt meiner Ansicht nach eine bestehende Lücke in der Softwarelandschaft vieler Firmen, nicht nur im Bereich Webanalyse.

Wer oder was ist Jedox?

Die Jedox AG ist eine kleine Softwareschmiede aus dem Schwarzwald, genauer gesagt aus Freiburg. Vielleicht hege ich allein schon deshalb Sympathien für das Produkt, weil ich selbst aus dieser sonnenverwöhnten Ecke Deutschlands stamme. Jedox bietet Lösungen für die Bereiche Business Intelligence (BI), Controlling und Management an. Dem ein oder anderen dürfte vielleicht auch der Name Palo etwas sagen, eine Open Source Lösung basierend auf einem OLAP Server und einem Excel Addin. Mit der nun veröffentlichen Version 5 der Jedox Suite hat die Firma allerdings die weitere Pflege der Open Source Lösung aufgegeben. Ich vermute mal, dass sich um das doch recht spezielle Produkt nicht die erhoffte Community gebildet hat, die notwedige Basis eines jeden erfolgreichen Open Source Projektes.

Aber zurück zur aktuellen Version: Die Herkunft aus der BI- und Controlling-Ecke predästiniert Jedox für einen Einsatz in der Webanalyse. Vor allem wenn es darum geht, die Daten aus mehreren Ursprungssystemen zusammenzuführen und auszuwerten.

Jedox und Big Data

Jede Firma betreibt viele Systeme und die meisten davon sammeln und dokumentieren Daten ihrer Nutzer. Alleine im eCommerce fallen nicht nur Daten im dafür eingesetzten Webanalyse-Tool an, sondern Systeme wie ein CMS, ein Shopsystem, ein Newsletter- oder CRM-System enthalten und speichern Daten, die für eine übergreifende Analyse der Geschäftsentwicklung interessant sein können, Stichwort Big Data.

Excel als Tool der Wahl für Datenreporting und Analyse

Webanalyse-Tools bieten inzwischen zwar ausgefeilte Dashboard- und Reporting-Funktionen, aber wie sieht die Realität in Unternehmen aus? Die Daten werden manuell oder vielleicht sogar via Schnittstelle in das Tabellenkalkulationsprogramm Excel übernommen. Dort werden die Daten dann zusammengeführt, verdichtet, Diagramme erstellt und diese dann für das nächste Meeting in PowerPoint übertragen.

Vielzahl von Exceldatein ohne Versionierung

Was sind die Konsequenzen? In vielen Abteilungen existieren unzählige Exceldateien. Die Daten und Diagramme werden meist manuell aktualisiert. Das sind viele für Fehler anfällige Prozesse, von einer ordentlichen Versionierung der Exceldaten ganz zu schweigen. Im Bereich der Webanalyse ist dieses Vorgehen vielleicht nicht ganz so dramatisch, für eine Nutzung in der Buchhaltung aber nicht aktzeptabel.

Die Lösung: Jedox!

Zentraler Bestandteil der Jedox-Software ist eine OLAP-Datenbank welche die Daten aufnimmt und für eine weitere Verwendung bereit hält. Das spannende ist nun, das diese Daten aus vielen unterschiedlichen Quellen stammen können und nur zum Zwecke des Reportings oder der Analyse genutzt werden. Die Ursprungssysteme werden dadurch weder überflüssig noch ersetzt, sie werden einfach nur miteinander vernetzt.

Die Jedox Oberflächen: Web, Mobil oder Excel

Die Verarbeitung der Daten in Jedox geschieht nun wahlweise über ein Webfrontend, oder wie in vielen Firmen üblich über Excel. Ein Zugriff über mobile Endgeräte steht zusätzlich zur Verfügung, was vermutlich für Dashboards und das Reporting interessant sein dürfte. Besonders schick finde ich dabei die auf Basis von HTML5 erstellbaren interaktiven Grafiken, mit denen man jede Präsentation bereichern kann.

Stichwort Präsentation

Es gibt ein weiteres Modul, um Grafiken dynamisch in PowerPoint einzubinden. Die Aktualisierung bestehender Folien wird dadurch deutlich einfacher und schneller. Die Möglichkeit der Erstellung von SUCCESS-Diagrammen auf Basis der Methode von Prof. Hichert bietet dabei ein zusätzliches Feature. Ziel ist es dabei, sich mit der Darstellung von Daten auf das Wesentliche zu fokusieren.

Jedox schließt ein Lücke

Ich denke, man kann meine Begeisterung für dieses Werkzeug aus dem Beitrag herauslesen. Meine Motivation für mein starkes Interesse an Jedox lässt sich aber tatsächlich darauf zurückführen, dass ich der Überzeugung bin, dass Jedox eine große Lücke in viele Firmen schließen wird. Das Tolle ist einfach, dass es die bestehende Software-Landschaft um fehlende Funktionen ergänzt, diese miteinander verbindet, und dadurch den Nutzen bestehender System erhöht, nicht in Frage stellt. Für die Webanalyse füllt Jedox das für mich bisher wenig ausssagekräfitge Marketingschlagwort Big Data mit Leben. Ohne große Projekte, ohne große Budgets, ohne große Risiken.

In einem zweiten Teil dieses Beitrags möchte ich etwas näher auf die einzelnen Konpnenten eingehen.

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Lesetipps zum Thema Big Data und SUCCESS-Diagramme nach Prof. Hichert (Affiliate-Links):

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