Make Munich in der Tonhalle, München

Make Munich in der Tonhalle, München

Die Open Source-Bewegung verlässt den Bereich der Software-Entwicklung und weitet sich zunehmend auf Hardware aus. Dabei ergeben sich auch viele Überschneidungen mit dem klassischen Heimwerken aus der Do-it-Yourself-Ecke. Für diese Zielgruppe fand nun am vergangenen Wochenende zum zweiten Mal die Make Munich statt, eine Messe für Bastler, Tüftler und Kreative.

Guter Besucherandrang auf der Make Munich

Guter Besucherandrang auf der Make Munich

Die Messe selbst war ehrlicherweise sehr überschaubar, der Besucherandrang dafür umso größer. Der Schwerpunkt der Themen und Aussteller lag dabei auf der Elektronik, der klassischen Disziplin für Nerds und Tüftler. Die Schlagworte sind dabei 3D-Druck und das Arduino-Projekt.

Kaum ein Stand, an dem nicht ein 3D-Drucker vor sich hintuckerte und schichtweise bunte Formen aus Kunststoff aufbaute. Erstaunlich fand ich, dass es inzwischen Drucker gibt, die selbst bewegliche Gelenke in einem Druckprozess herstellen können. Der Andrang an den Ständen war aber so groß, das man kaum Gelegenheit hatte, sich mit Leuten über konkrete Anwendungsmöglichkeiten des 3D-Drucks zu unterhalten.

3D-Drucker bei der Arbeit

3D-Drucker bei der Arbeit

Noch spannender finde ich das Arduino-Projekt, eine Hardwarelösung ergänzt um eine Programmierschnittstelle auf Open-Source-Basis. Dabei vergrößert sich das Angebot um viele kostengünstige Sensoren und Aktoren wie z.B. Motoren. So kann man sich eigene Geräte bauen, die die vielfältigsten Aufgaben bewältigen können. Der Fantasie sind da keine Grenzen mehr gesetzt, so steuert meinen Eigenbau_Quadrokopter ein Flight Controller auf Basis von Arduino. Kein Wunder, das auf der Make Munich viele Hersteller und Vermarkter von Produkten rund um das Arduino-Porjekt vertreten waren.

Es wurde aber nicht nur ein Programm für digitale Nerds angeboten, sondern es waren zum Beispiel auch der Markplatz für Bastler und Heimwerker Etsy, das Haus der Eigenarbeit München (HEI) und die Münchner Stadtimker mit jeweils einem großen Stand vertreten. Ein bunte und vielseitige Mischung an Themen und Menschen.

Um in die einzelnen Themen tiefer einzusteigen, war der Andrang an den Ständen schnell zu groß. Vor allem die im gleichen Raum stattfindenden Vorträge ließen dann schnell einen Lärmpegel enstehehen, der eine Unterhaltung am Stand erschwerte. Die angebotenen Workshops habe ich aber nicht besucht. Wer sich aber mit Themen wie 3D-Druck oder Arduino eingehender beschäftigen möchte, hat dazu in verschiedenen Einrichtung oder bei Initiativen Gelegenheit. Dort hat man die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten zu treffen, auszutauschen und auch Dinge auszuprobieren, ohne sich gleich die nötige Hardware, wie z.B. einen 3D-Drucker, kaufen zu müssen.

Solche Einrichungen mit offenen Werkstätten sind z.B.:

  • Das schon erwähnte HEI, Haus der Eigenarbeit in München, das auch ein großes Angebot an Workshops anbiten, egal ob klasssiches Handwerk oder Hightech-Spielereien.
  • Die offene Werkstatt des FabLab München (solche Vereine gibt es übrigens in vielen Stätten)

Außerdem gibt es im Internet zahlreiche Foren, Blogs und Portale zu den verschiedcensten Themen. Da gibt es nichts, was es nicht gibt. Ich bin jedenfalls sicher, dass die Bewegung weiter wachsen wird und die Messe nächstes Jahr deutlich größer sein dürfte.

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2 Kommentare

  1. Die Schau hat mich auch sehr gelockt; aber das Ferienwochenende war dann doch anders gebucht. Schade! Umso dankbarer bin ich Dir für diesen Report.
    Ist also zu hoffen, dass die Veranstalter eine mögliche Make Munich 2015 entzerren: räumlich wie programmatisch.
    Nächstes Jahr will ich dabei sein.

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    • Aber Urlaub ist doch auch nicht schlecht 😉

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