Höhepunkt und Ausklang der Münchner Webwoche: der Isarnetz Empfang

Die Veranstaltung ist zwar schon wieder zwei Tage har, aber der Vollständigkeit halber möchte ich doch noch einen kleinen Beitrag zum Isartnetz Empfang letzten Freitag Abend in der IHK Akademie in München schreiben. Der Isarnetz Empfang ist Höhepunkt und Ausklang der Münchner Webwoche.

Prof. Wolf Groß auf dem Isarnetz Empfang

Prof. Wolf Groß auf dem Isarnetz Empfang

In dieser Woche präsentierte sich die vielfältige und agile Digitalwirtschaft Münchens mit zahlreichen kleineren und größeren Veranstaltungen der Presse und der Öffentlichkeit. So zumindest eines der Ziele. Ein weiteres Ziel ist es, diese vielen kleineren und größeren Initiativen zu fördern und die Aktuere miteinander zu vernetzen. Wir Webanalysten haben uns z.B. mit unserem DAALA an der Woche beteiligt, dem Digital Analytics Association Late Afternoon, der zwei Tage zuvor bei der Firma Feld M stattfand.

Highlight auf dem Isarnetz Empfang: die Cuba Boarischen

Highlight auf dem Isarnetz Empfang: die Cuba Boarischen

Ein Höhepunkt war sicherlich der Auftritt der Band „Die Cuba Boarischen“, die ganz analog und zünftig ihre bayerisch-karabische Melange aus Zwiefachem und Salsa zum Besten gaben. Trotz der eher Business-mäßigen Atmosphäre der IHK-Akademie haben es die Jungs dann doch geschafft, so etwas wie Stimmung aufkommen zu lassen.

Mein Eindruck vom „offiziellen“ Teil der Veranstaltung ist dagegen durchaus geteilt. Es wurden viele Reden gahlten, sich gegenseitig gedankt und beglückwünscht. Aber das gehört halt wohl mit dazu. Ich hätte mir aber doch lieber einen etwas lockereren Rahmen gewünscht, denn Gelegenheit zum Plausch mit Kollegen gab es so nicht, vor allem wenn man von außerhalb kommt und irgendwann zum Zug muss. Aber einige der Programmpunkte im einzelnen:

Die Keynote von Catharina van Delden, CEO der Firma Innosabi, geriet leider etwas zu sehr zur Eigenwerbung. Spannende Themen wie Crowdsourcing und Crowdfunding wurden angesrochen, blieben aber im Hintergrund. Das Beispiel von Haribo und ihrem neuen, blauen Gummibärchen hätte eher als Beispiel eines Marketingkomzepts herghalten, nicht aber in die Kategorie Crowd Innovation, als das es Frau van Delden uns verkaufen wollte.

Erster Preis des Isarnetz Startup Awards: Dirk Röder von opentabs

Erster Preis des Isarnetz Startup Awards: Dirk Röder von opentabs

Um so interessanter fand ich Verleihung der Isarnetz Awards „Bestes Startup“ und „Content für München“. Bei den besten Startups siegte Opentabs.de), eine App, mit der man mobil Getränke vorbestellen kann um sich dann vor Ort an den Leuten vorbeimogelt, die diese App nicht haben und dafür umso länger in der Schlange stehen dürfen (diese Art der Innovation hat mich jetzt nicht so mitgerissen). Aus meiner Sich unerklärlichweise auf dem zweiten Platz gelandet die Firma Stackfield, die ein Kollaborationstool für Team- und Projektarbeit entwicklet hat. In Zeiten der NSA-Affäre besonders interessant: die Anwendnung wird in Deutschland gehostet und die gesamte Kommunikation zwischen allen Beteiligten wird verschlüsselt. Der dritte Preis ging an Bikesale, einem Onlinemarktplatz für gebrauchte Fahrräder.

Bei den Inhalten, die irgendwie mit München zu tun haben sollten, gewann Rachel Preece mit ihrem englischsprachigen Eventführer für München: Arts in Munich vor dem Youtubekanal Beauthennie und dem Infoportal für Eltern in München isar-mami.de. Gerade im Contentbereich fand ich verliehenen Preise etwas unpassend, so gab es hauptsächlich Gutscheine für Beratungen durch lokale Social Media-Experten. Ich habe da aber etwas den Eindruck, dass die Ausgezeichneten, die ja gerade wegen ihrer authentischen und unverkramften Art, sich im Internet zu präsentieren, ausgezeichnet wurden. Ob sich die Berater nicht eher bei den Preisträgern abschauen sollten, wie Social Media geht?

Soweit also meine etwas kritischen Töne zum Isarnetz Empfang. Insgesamt ist die Initiative der Münchenr Webwoche mit in diesem Jahr über 80 Einzelveranstaltungen eine gelungene und unterstützenswerte Aktion. Da die Organisation und die Durchführung der Webwoche nur durch das Engagement vieler ehrenamtlich Aktiver möglich ist, sollten man aber weniger meckern, sondern sich vielleicht überlegen, wie man sich einbringen kann. Auch dazu gibt es Ideen und Gespräche innerhalb des Isarnetzes, zum Bespiel die Gründung eines Vereins, der in Zukunft die Gestaltung und Weiterentwicklunbg der Veranstaltung übernehmen soll. Die Münchern Webwoche wird also auch nächstes Jahr wieder stattfinden.

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