Google Analytics vereinfacht die Segmentierung von Daten

Seit einiger Zeit besteht die sehr einfache Möglichkeit, in Google Analytics Segmente zu bilden. Segmentierung ist das A und O der Webanalyse, denn Durchschnittswerte, die sich auf den gesamten Datenbestand beziehen, sind so gut wie ohne Aussage. Die neue Funktion bietet zahlreiche »vorgefertige« Segmente an, die man sofort per Drag and Drop nutzen kann. Außerdem kann man eigene, benutzerdefinierte Segmente erstellen.

Wahrgenommen hatte ich die neuen Segmentierungsfunktionen in meinem Google Analytics-Account schon länger, bisher aber nicht genutzt. Ein Kunde hat nun den Wunsch, seine einzelnen Marketingkanäle miteinander zu vergleichen, so dass ich mich eingehender mit den benutzerdefinierten Segementierung beschäftigt habe. Zur Überraschung ist der Umgang mit den Segmenten sehr intuitiv und einfach gestaltet.

benutzerdefinierte Segmente in Google Analytics

benutzerdefinierte Segmente in Google Analytics

In fast jedem Dialog von Google Analytics steht nun die Auswahl der bereits bestehenden und nutzbaren Segmente über eine Art Kopfzeile zur Verfügung. Ein Klick auf das kleine, nach unter zeigende Pfeilchen öffnet den entsprechenden Dialog mit der Auswahl der Segmente.

benutzerdefinierte Segmente in Google Analytics. Mobile Traffic

benutzerdefinierte Segmente in Google Analytics. Mobile Traffic

Wählt man z.B. das Segment Mobile Traffic aus und zieht es per Drag and Drop in die obere Leiste (neben »All Visits« bzw. »Alle Besuche«), dann erhält man im aktuellen Report zu den Kennzahlen der gesamten Datenbasis auch die Kennzahlen angezeigt, die sich nur auf das ausgewählte Besuchersegment beziehen. Man sieht, dass meine Webseite zu 25% mit mobilen Endgeräten besucht wird, ein überrraschend hoher Anteil (den amn nicht mehr ignorieren kann).

Anlegen eines benutzerdefinierten Segments

Anlegen eines benutzerdefinierten Segments

Spannender wird es aber, wenn man eigene Segemete erstellt, z.B. Auswertungen auf den Traffic einzelner Kanäle beschränkt wie z.B. auf einzelne Kampagnen. Zeigen Links von anderen Webseiten auf meine eigene, wie dies z.B. bei Affiliate-Partnern der Fall ist, so kann man sich entsprechenden Reports erstellen, die nur den Traffic berücksichtigen, der von diesem einen Partner kommt (korrekte Parameter an den Links vorausgesetzt). So lässt sich die Qualität einer Partnerschaft auch jenseits der über diesen Partner generierten Verkäufe feststellen.

Newsletter-Abonnements pro benutzerdefiniertem Segment

Newsletter-Abonnements pro benutzerdefiniertem Segment

In diesem Beispiel verlinke ich von meinem Gartenblog Florilegium auf meine neue Webseite Alpenreiseführer und habe einfach mal nachgeschaut, wieviele Besucher, die über diesen Weg zu meiner Webseite fanden, einen Newsletter abonniert haben. Ich muss dazu sagen, dass die absoluten Zahlen sehr gering sind, aber es zeigt sich doch, dass diese Besucher erstaunlich oft einen Newsletter abonnieren. 4 von 7 Newsletter-Abonnenten im ausgewählten Zeitraum kamen über meinen Gartenblog.

Dieses Beispiel ist nun recht einfach, aber betreibt man einen Onlineshop und nutzt das eCommerce-Tracking von Google Analytics, so lässt sich erahnen, wie einfach man die unterschiedlichen Traffic-Kanäle miteinander vergleichen kann und welchen Beitrag jeder einzlene dieser Kanäle zum Gesamtergebnis beiträgt. Wertvolle Informationen, wenn es zum Beispiel darum geht, das (oft begrenzte) Marketingbudget möglichst effizient einzusetzen.

Einen ausführlichen Artikel zur benutzerdefinierten Segmentierung von Google Analytics findet sich auf dem Blog Web Analytics Inside von Timo Aden: Neue Segmentierung in Google Analytics

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