Gelesen: Don’t make me think! Web Usability von Steve Krug

Endlich bin ich mal dazu gekommen, das hochgelobte Buch zum Thema Web Usability von Steve Krug zu lesen. Dabei ist selbst die zweite Auflage der deutschen Ausgabe von 2005 nicht mehr ganz taufrisch. Viele Beispiele und Screenshots sind noch aus den Neunzigern. Auch inhaltlich gibt es nicht viel Neues, eine Aneinanderreihung von Binsenweisheiten. Man neigt dazu, über seine Erkenntnisse und Empfehlungen mit einem müden Lächeln hinweg zu lesen.

Schaut man dann aber ins Intenret, ist das Buch dann doch aktueller denn je. Kaum eine Webseite, die nicht zu verbessern wäre. Usability- und Gestaltungsregeln werden allerorten missachtet. Die meisten Seiten strotzen nur so vor dem berüchtigten „Happy Talk“ und üblichen Marketing-Blabla. Im Gegenzug werden wichtige Informationen – absichtlich oder unabsichtlich – vor dem Benutzer versteckt. Die wichtigste Empfehlung von Krug lautet dabei: testen, testen, testen.

Angenehm übrerrascht war ich vom überschaubaren Umfang des Buches, mit gut 180 Seiten ist es recht schnell gelesen. Krug beherzigt selbst was er predigt: Kein unnötiger „Happy Talk“, kein Marketing-Blabla Er konzentriert sich immer auf das Wesentliche und erzeugt gerade dadurch einen kurzweiligen, fast schon unterhaltsamen Schreibstil. Bei Fachbüchern eher selten. Bei diesen schrecken mich die dicken Wälzer, die sich oft per Kilopreis anbieten, eh‘ schon lange ab.