Gelesen: Die Kunst des klaren Denkens, 52 Denkfehler von Rolf Dobelli

Der Schweizer Rolf Dobelli gehört zu den Menschen, die einen unglaublich spannenden Lebenslauf aufweisen. Nicht geradlinig, wie ihn Personaler oder Karriereberater gerne haben, dafür aber umso erfolgreicher. Er hat es sehr früh zum CEO einer Tochterfirma der früheren Swissair gebracht. Aber anstatt in dem Konzern auf der Karriereleiter immer weiter nach oben zu steigen gründete er eine eigene Firma, das Startup getAbstract. getAbstract bietet inhaltliche Zusammenfassungen aller möglichen Bücher und dampft sie, salopp gesprochen, auf die wesentlichen Aussagen ein.

Rolf Dobelli: Die Kunst des kalren Denkens, 52 Denkfehler

Die Beschäftigung mit Büchern scheint dann jedenfalls den nächsten Schritt vorgegeben zu haben, denn Dobelli begann Romane zu schreiben. Auch dies mit großem Erfolg. Aber er war nicht immer und zu jeder Zeit erfolgreich, sondern ist ein ums andere Mal auch in falsche Richtungen gelaufen oder hat die ein oder andere falsche Entscheidung getroffen. Das ist soweit nicht weiter tragisch, so lange man seine Fehler erkennt und korrigiert. Jedenfalls hat er diese Erfahrungen gesammelt und erst in einer Kolumne der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« veröffentlicht. Aus dieser Kolumne ist später das Buch »Die Kunst des klaren Denkens, 52 Denkfehler« entstanden.

Ich teile nun nicht die Ansicht vieler Rezensenten, dass dieses Buch in die Aktentasche eines jeden CEOs gehöre, denn Dobelli veröffentlicht keine absolut neuen Erkenntnisse (z.B. die alte Kaufmannsregel, dass man schlechtem Geld kein gutes hinterher werfen sollte). Viele seiner Denkfehler kennen wir zu genüge und von dem CEO einer Firma würde ich erwarten, das er die allermeisten Denkfallen kennt, in die man so tappen kann — gut, in der Politik und der Wirtschaft werden wir ja täglich eines Besseren belehrt.

Das Schöne an dem Buch ist für mich die Zusammenstellung all dieser Denkfehler und die anschaulichen Beispiele, die Dobelli zur Verdeutlichung dieser Denkfehler anbringt. Lesenswert, kurzweilig und man hat oft genug Gelegenheit, sich in dem ein oder anderen Beispiel selbst zu sehen. Weniger eines dieser öden Managementbücher (dafür gibts ja getAbstract) sondern eher ein Buch für Abends. Und was mir außerdem sehr gut gefallen hat, sind die Illustrationen von Birgit Lang, die jeden Denkfehler begleiten.

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