Die Waschkampagne passt!

Entrepreneurship Summit 2012 im Henry Ford Bau der FU Berlin Entrepreneurship Summit 2012 im Henry Ford Bau der FU Berlin

Im Rahmen des entrepreneurship summit 2012 in Berlin wurden einige Neugründungen vorgestellt, die das Konzept des Entrepreneurship nutzen, wie es Günter Faltin in seinem Buch »Kopf schlägt Kaptial« vorstellt. Ein Beispiel möchte ich herausgreifen, weil es sehr schön dieses Prinzip des Entrepreneurship verdeutlicht: die Waschkampagne von Wolfgang Kunz aus Herrsching.

Um auf eine tragfähige Geschäftsidee zu kommen schlägt Faltin vor, mit offenen Augen durch das Leben zu gehen und immer dann aufmerksam zu werden, wenn man mit bestehenden Prozessen oder Produkten selbst nicht zufrieden ist. Wenn sich also die Idee des »Das könnte man doch eigentlich besser machen« förmlich aufdrängt.

So auch Wolgang Kunz aus meiner Nachbargemeinde Herrsching. In unserer Gegend haben wir ein ausgesprochen hartes, also kalkhaltiges Wasser. Das hat zur Folge, das man bei uns sehr viel mehr Waschmittel verwenden muss als in Gegenden mit mittleren oder gar niedrigen Härtegraden des Trinkwassers. Man benötigt also sehr viel mehr Enthärter, dessen Anteil im Waschmittel aber konstant ist. Damit erhöhen sich pro Waschgang aber auch alle anderen Anteile im Waschmittel wie z.B. Tenside, Bleichmittel oder Duftstoffe.

Bei Waschmitteln gibt es zwar sogenannte Baukastensysteme, mit denen man sich sein eigenes Waschmittel nach Bedarf selbst herstellen kann, aber die sind recht teuer und auch zu kompliziert. Die Idee: jeweils ein Waschmittel für weiches, mittleres und hartes Wasser mit jeweils unterschiedlichen Anteilen an Enthärter. Und den Härtegrad seines Wassers sollte jeder Verbaucher kennen. Ein einfaches System! Dabei wird nicht nur das Abwasser weniger belastet, sondern man benötigt auch insgesamt weniger Waschmittel, man spart als auch noch Geld. Bei dieser Idee gibt es also nur Gewinner: die Verbaucher, die Abwasserverbände und letztendlich die Umwelt.

Eine Idee zu haben ist allerdings eine Sache, sie auch umzusetzen eine andere. Jedenfalls hat sich Wolfgang Kunz daran gemacht, seine Idee auch in die Tat umzusetzen. Er macht dies ganz im Sinne des Entrepreneurship nach Vorbild von Faltins Teekampagne, wie er sie in seinem Buch »Kopf schlägt Kapital« beschreibt. Also Vermeidung von teurem Zwischenhandel (Verkauf des Waschmittels direkt über das Internet) und ein auf Komponenten basierendes Geschäftsmodell. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Geschäft der Waschkampagne entwickelt und wünsche Wolfgang Kunz viel Erfolg. Und da ich auch mit hartem Wasser zu kämpfen habe, werde ich auch sein Waschmittel passt! testen.

Weitere Informationen zur Waschkampagne mit der Möglichkeit, das Waschmittel passt! auch gleich zu bestellen findet man unter: www.waschkampagne.de
Ein weiteren Beitrag findet sich zudem auf dem Blog excitingcommerce: Passt!: Wie lässt sich ein neues Waschmittel online verkaufen?

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