Virtual Commerce wird zur EffektWelle

Seit ca. einem Jahr arbeite ich nun selbständig für die verschiedensten Kunden. Dabei musste ich feststellen, dass es als Einzelkämpfer nicht ganz so einfach ist: viele Kunden wünschen ein Spektrum an Dienstleistungen, das man als Einzelner nicht abdecken kann. Dazu kommt, dass im Falle eines Urlaubs oder Krankheit kein Ansprechpartner für den Kunden zur Verfügung steht. Es ist also nicht nur schwer, direkte Kundenaufträge zu erhalten, die meisten Anfragen im letzten Jahr erhielt ich außerdem über Agenturen, die ihre Aufträge an Freelancer wie mich weiterreichen und natürlich an jeder von mir geleisteten Arbeitsstunde mitverdienen wollen. Dieses Konstrukt entspricht allerdings nicht dem, was ich mir unter Selbständigkeit vorstelle: es fehlt der direkte Kundenkontakt und man hat wieder einen Chef, der vorgibt, was zu tun ist. Und das entspricht oft nicht dem, was ich selbst dem Kunden empfehlen würde. Internetagentur EffektWelle Nichts liegt also näher, als sich mit jemandem zusammen zu tun und eine eigene Agentur zu gründen. Gemeinsam mit meinem Geschäftspartner Christian Ächter haben wir hier im bayerischen Oberland nun die Internetagentur EffektWelle gegründet. Unter diesem Label bieten wir nun gemeinsam folgende Dienstleistungen an: Beratung zur Strategie und Konzeption Ihrer Internetaktivitäten Entwicklung und Pflege von Webseiten und Onlineshops, bevorzugt mit folgenden Systemen: WordPress, Drupal und Typo3 für Webseiten Magento für Onlineshops Aufbau von Reichweite über verschiedene Onlinemarketing-Maßnahmen wie Contenterstellung (Text, Foto, Audio und Video) Suchmaschinenoptimierung (SEO) Suchmaschinenmarketing (SEM, z.B. Google Adwords) Affiliatemarketing Konzeption und Betreuung Ihrer Social Media-Aktivitäten wie Soziale Netzwerke Blogs, Audio- und Video-Podcasts Community-Management Erfolgskontrolle Ihrer Aktivitäten mit Methoden der Webanalyse Je nach Projektgröße oder -anforderungen stehen uns zahlreiche Experten aus den Einzeldisziplinen zur Verfügung, mit denen wir...

Ein paar Gedanken über Amazon, E-Commerce und den stationären Handel

Der Online-Großhändler Amazon hat zur Zeit eine unglaublich schlechte Presse. Ob Print, Funk oder Fenrsehen: die Berichte über schlechte Arbeitsbedingungen geben sich die Klinke in die Hand. Amazon wird dabei oft in eine Schublade mit deutschen Billig-Discountern geworfen. Aber Amazon ist alles andere als der Billige Jakob des Internets. Gründer Jeff Bezos hat mit seinem Unternehmen in den letzten Jahren einfach verdammt vieles richtig gemacht, und gut. Was den Umgang mit Mitarbeitern, Leiharbeitern und Subunternehmer angeht, nutzt Amazon den Rahmen, der dem Unternehmen von der Politik vorgegeben wird. Das machen viele andere Firmen ähnlich und der Skandal ist für mich ein politischer. Die publikumswirksame Empörung unserer Politiker ist reichlich lächerlich, da sollten unsere Medien mal etwas mehr nachhaken, aber da kommt nix. Aber zurück zum Handel. Bei Amazon stimmt alles: das Konzept (wie z.B. das Partnerprogramm oder Amazon Marketplaces), das inzwischen überwältigende Produktangebot, die Prozesse, die Qualtität, einfach alles. Belohnt wird das Unternehmen dafür nicht nur mit zufriedenen und treuen Kunden, sondern auch mit einem übergroßen Anteil am deutschen Versandhandel: Laut einer Meldung der Süddeutschen Zeitung vom 5. Februar 2013 geht bereits ein Viertel des Umsatzes des deutschen Versandhandels an Amazon. Tendenz weiter steigend. Zugegeben, das ist problematisch, liegt aber nicht nur an Amazon. Eine Frage, die man bei einer solchen Übermacht erstaunlicherweise selten bis nie hört: wie geht hierzulande der Rest des Marktteilnehmer mit einer derartigen der Dominanz eines Einzelnen um? Wie kann man überhaupt noch damit umgehen? Gut, es gibt den mit reichlich Investorengeld aufgeputschten Medienliebling Zalando. Aber selbst wenn es gelingt, den Newcomer mit einigen Prozenten Anteil am deutschen Markt zu etablieren, der großen Masse der...

Gelesen: Future Digital Business von Ralf Haberich

Ralf Haberich, unter anderem CCO (Chief Commercial Officer) bei Webtrekk, einem Anbieter von Webanalyse-Lösungen, hat in diesem Buch zahlreiche Meinungen und Beiträge zur aktuellen Situation des E-Commerce und des Digital Business in Deutschland zusammengetragen. Es ist damit kein klassisches Lehr- oder Fachbuch geworden, sondern eher eine Art Bestandsaufnahme der Online-Wirtschaft in Deutschland. Neben seinen eigenen Beiträgen steuern zahlreiche Fachleute aus der Onlinemarketing- und Webanalyse-Szene ihre Erfahrungen und Meinungen in Form von kurzen Beiträgen oder Interviews bei. Zu den bekannteren Koautoren zählen zum Beispiel Marco Hassler (Autor des Buches »Web Analytics«), Prof. Mario Fischer (Autor des Buches »Website Boosting«), Joachim Graf (Herausgeber des iBusiness-Portals), Ossi Urchs (Freier eCommerce Berater) oder Frank Reese (Autor des Buches »Web Analytics – Damit aus Traffic Umsatz wird«). Ergänzt wird das Buch um weitere Beiträge der beiden US-Amerikaner Jim Stern, seines Zeichens Godfather of Webanalytics, und Gary Angel, Gründer und Inhaber der Beratungsfirma Semphonic. Das Buch widmet sich in 4 Abschnitten den verschiedensten Aspekten der Analyse digitaler Daten. Die Themen im einzelnen: Im ersten Abschnitt geht es um den Trend, die Daten der Webanalyse mit weiteren internen und externen Datenquellen einer Firma zu verschmelzen. Das Stichwort hier Big Data und die Diskussion, welchen Beitrag die Analysen solcher riesigen Datenmengen im Sinne einer Business Intelligence (BI) bringen können. Dieser Trend hat letztlich dazu geführt, dass aus der Disziplin der Webanalyse die Digital Analytics geworden ist. Der zweite Abschnitt liefert zahlreiche Anwendungsfälle der Webanalyse. So erfährt man zum Beispiel, wie ein weltweit agierender Konzern wie Volkswagen seine digitale Analyse organisiert und welchen Nutzen er daraus zieht. Der dritte Abschnitt ist für mich der interessanteste Teil, da er...

Der eigene Onlineshop Bikezeug mit Magento

Im Laufe meiner Karriere habe ich genügend Agenturen und Berater erlebt, die ihren Kunden wohlmeinende, aber sinnlose Ratschläge teuer verkaufen. Eine Idee für meine Selbständigkeit war deshalb, neben der Tätigkeit als Berater für eCommerce, Onlinemarketing und Webanalyse einen eigenen Onlineshop zu betreiben. Meine Kunden sollen von den Erfahrungen aus dem Betrieb eines solchen Webshops profitieren. Vor 2 Tagen starteten wir nun mit einem Onlineshop für Radsportartikel und so geht es auch für mich nicht mehr nur um Technik, sondern auch um Dinge wie Lagerverwaltung, Bestandsverwaltung, Logistik, Fulfillment und Zahlungsabwicklung. Bikezeug – Fahrradladen in Starnberg Um für den Shop nicht auch noch in einen Warenbestand investieren zu müssen, war ich sehr dankbar für die Gelegenheit, diesen Onlineshop in Kooperation mit einem bestehenden Einzelhandelsgeschäft, dem Fahrradgeschäft Bikezeug in Starnberg zu betreiben. Wir wollen darüber nicht nur Fahrräder und Fahrradzubehör verkaufen, mich interessiert auch die Frage, ob es sich für einen solchen Laden mit überschauberer Größe tatsächlich lohnt, zusätzlich noch eine Geschäftstelle im Internet zu betreiben. Denn es gibt zahlreiche große, bestens etablierte Online-Versender und ein weiterer Onlineshop ist keine echte Innovation. Aber mit der dramatisch zunehmenden Konkurrenz aus dem Internet dürften sich viele Einzelhändler diese Frage stellen und die einfachste Art, so etwas herauszufinden ist, es einfach auszuprobieren. Die Idee für den Onlineshop von Bikezeug Wir sind in unserem Experiment in der glücklichen Lage, dass mein Kooperationspartner und ich uns hervorragend ergänzen: Michael Schenk vom Radlladen Bikezeug bringt neben seinem Warenbestand sein ganzes Know-how über der Radsport und der Branche ein. Egal, ob Mountainbikes, Rennräder oder Triathlon, Michael kennt sich aus. Ich kümmere mich um den Aufbau den Betrieb und die...

Mal wieder eine Phishing-Mail

Heute habe ich mal wieder eine Phishing-Mail erhalten, mit einem Link auf mein angebliches Konto bei der Postbank. Abgesehen davon, dass ich dort kein Konto habe, habe ich eine so schlampig und schlecht gemachte Phishing-Mail schon lange nicht mehr bekommen. Aber ich will mich nicht beklagen, bei so offensichtlichen Betrugsversuchen läuft man immerhin nicht Gefahr, darauf hereinzufallen. Oder doch? Phishing Mail mit Link auf ein nicht vorhandenes Postbank-Konto Der angebotene Link führt übrigens zu einer brasilianischen Webseite instrucom.com.br. Die Webseite dazu schaue ich mir lieber gar nicht erst an. Ich hoffe nur, ich werde nicht gerichtet...

virtual-commerce.de im neuen Design

Mit Beginn meiner Selbständigkeit habe ich mir auf die Schnelle mit WordPress und einem der erstbesten frei verfügbaren Themes eine Webseite gebastelt. Dieser erste Wurf erfüllte bei Weitem nicht die Ansprüche, die ich selbst an Webseiten stelle. Entsprechend schlecht waren natürlich auch die Zugriffszahlen. In den letzten Wochen habe ich mehrere Webseiten für Kunden analysiert. Das Ziel war jedesmal, Optimierungsmaßnahmen zu identifizieren. Daraufhin habe ich mir unter diesen Gesichtspunkten auch wieder mal meine eigene Webseite angeschaut. Gut, das Design ist ja oft Geschmackssache und Geschmäcker sind verschieden, aber ich habe zahlreiche Dinge verändert, von denen ich mir erhoffe, dass sie mir neue Besucher bringen werden. Aber was wurde geändert? Ich habe ein neues WordPress-Theme ausgewählt und meinem Bedürfnissen angepasst (Simplefolio). Ob es jetzt jedem gefallen wird, kann ich natürlich nicht sagen, aber es schaut doch ein weing moderner aus als das bisherige. Schriftgröße und Schrifttyp sind nun so gewählt, dass sie die Lesbarkeit der Texte am Bildschirm erhöhen Ich nutze WordPress nun hauptsächlich als CMS für Seiten. Die Blogfunktion ist in einer Unterkategrie (»Blog«) angesiedelt. Die frühere Blogging-Software mausert sich zusehends zu einem ernsthaften Content Management System (CMS) Ich habe die Verzeichnisstruktur vereinfacht. Mit einem weiteren Plugin für WordPress den Seiten eine Brotkrumennavigation (Breadcrumb) hinzugefügt: Breadcrumb NavXT. Diese Art der Navigation finde ich persönlich sehr hilfreich. Was ich immer predige: Ziele für die Webseite definieren. Das Ziel meiner Webseite soll sein, mir Kontakte, vielleicht sogar Kunden zu liefern. Dieses Ziel habe ich (hoffentlich) deutlicher in den Vordergrund gestellt. Was noch zu tun bleibt Die Arbeit ist natürlich nicht zu Ende. Ich bin sowieso kein Freund von sogenannten Relaunches, ich...