eCommerce-Forum, zweiter Anlauf

Vor ca. einem Jahr hatte ich ein Forum zum Thema Magento aufgesetzt. Meines Wissens gab (und gibt) es kein solches Forum im deutschsprachigen Raum. Es hat allerdings nicht lange gedauert, bis Spammer mein Forum entdeckten und das Forum mit SPAM-Accounts fluteten. Ich habe nach wenigen Wochen dann entnervt das komplette Forum wieder gelöscht. Nun also ein zweiter Versuch. Was ist diesmal anders? Die Idee ist geblieben. In jedem Projekt – ob Magento oder andere Systeme – stößt man immer wieder auf neue Probleme und Problemchen. Die Lösungen bzw. Erkenntnisse sind nicht unbedingt immer einen Blogbeitrag wert, ich möchte sie aber trotzdem irgendwo archivieren. Und warum nicht öffentlich sichtbar mit der Möglichkeit, dass sich andere Teilnehmer diese sehen oder sich dazu äußern können. Außerdem finde ich das Magento-Forum auf magentocommerce.com immer noch sehr schlecht. Dort ich den zunehmend den Eindruck, dass dort mehr Fragen gestellt als beantwortet werden. Geändert hat sich aber, dass ich mehr und mehr Anfragen erhalte, die zudem über dasThema Magento hinausgehen. Da meine Zeit aber begrenzt ist und ich es mir auch nicht leisten kann, Support für alle diese Anfragen zu leisten, habe ich beschlossen, noch einmal ein solches Forum einzurichten. Außerdem arbeite ich inzwischen noch mit dem Shopsystem Shopware, das ich technisch hervorragend finde. Aber es außer der Shopware Community auf shopware.de mit Forum und Wiki gibt es weder Literatur noch Blogs zu der Software, so wie man es von Magento gewöhnt ist. Vom Magento- zum eCommerce-Forum Außerdem habe ich nicht nur aus diesen Anfragen, sondern auch von meinen Kunden den Eindruck, dass es eine große Unsicherheit beim Thema ECommerce insgesamt gibt. Viele kleinere und...

netzblicke der IHK München: der Onlineshop als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie

Gestern hatte ich endlich mal wieder Zeit für die Veranstaltung netzblicke der IHK München, eine Veranstaltungsreihe, die ich sehr schätzte. Das Thema war „Der Onlineshop als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie“, der Referent Volker Schukai. Dem Titel nach also voll mein Thema. Um das Ergebnis aber vorwegzunehmen, ich wurde vom Inhalt des Vortrag dann doch etwas enttäuscht. Ich behaupte einfach mal, dass es dem Großteil des Publikums nicht anders ging. Thematisch bin ich sicherlich vorbelastet, da ich bereits seit über 15 Jahren predige, die Chancen des Internets zu nutzen. Aber dem Publikum lang und breit zu erklären, wie wichtig ein Engagement im eCommerce ist, halte ich für so spannend wie die Entdeckung des Neulandes durch unser aller Kanzlerin. Die anschließende Diskussion erhärtete dann auch meinen Verdacht, dass viele der Besucher sich bereits im Klaren darüber sind, dass sie in irgendeiner Form im Internet aktiv werden müssen, die Frage ist halt nur wie. Sonst säßen sie ja nicht in diesem Vortrag. Die Fragen der Zuhörer im Anschluss an den Vortrag waren dann auch sehr konkret, so ging es um Fragen wie Onlinemarketing oder ganz einfach: Wer programmiert mir meinen Onlineshop. In seinen Vortrag blieb der Referent aber sehr vage und führte lediglich zahlreiche bekannte Beispiele von Firmen an, die die aufkommenden Chancen des Internets erfolgreich genutzt haben (erstaunlicherweise tauchen da so Namen wie Apple, Amazon und Zalando auf), oder von Firmen, die diese Technologie schlichtweg verpennt oder falsch eingeschätzt haben (z.B. Kodak, Nokia). Nur was ist der Erkenntnisgewinn für einen Unternehmer kleiner oder mittlerer Größe daraus, der sich Gedanken darüber macht, wie er das Internet für seine Zwecke nutzen könnte? Die...

Open Source-Shopsysteme Magento und Shopware im Vergleich

Neues Jahr, neuer Kunde. Und der möchte unbedingt Shopware einsetzen. Das kommt mir ganz gelegen, denn neben Magento interessieren mich seid längerem schon die beiden deutschen Shopsysteme Oxid eShop und Shopware, die gerne als gleichwertige Alternativen zu Magento genannt werden. Aber ohne ernsthaftes Kundenprojekt nimmt man sich halt doch nicht die Zeit, sich in eine neues System einzuarbeiten. Um so mehr freut es mich natürlich, nun für einen Verlag einen Onlineshop auf Basis von Shopware 4 aufbauen zu können. Das Attribut deutsch bezieht sich übrigens auf einen Vorteil, den die beiden genanntene Systeme Oxid eShop und Shopware gegenüber Magento haben: sie stammen aus dem gleichen Markt, für den man hierzulande am häufigsten Onlineshops aufbauen und betreuen dürfte. Sie unterstützen daher von Haus die deutsche Sprache sowie alle juristischen und steuerlichen Sonderlocken, die wir hier nun einmal zu berücksichtigen muss. Gut, das geht bei Magento mit dem deutschen Sprachpaket und der Extension German Setup von Firegento auch recht einfach, aber trotzdem schadet es ja nicht, einfach mal über den eigenen Tellerand hinaus zu schauen und sich wenigstens eins der beiden heimischen Produkte näher anzuschauen. Und nach zwei Wochen intensiver Arbeit mit Shopware kann ich schon mal sagen, der Unterschied zu Magento ist nicht riesig. Magento ist halt der Shootingstar der internationalen eCommerce-Szene und was die Amerikaner gegenüber den hiesigen Firmen einfach besser können ist das Marketing (sprich: sie haben die größere Klappe). Technisch gesehen ist Shopware (und vermutlich auch Oxid eShop) sicherlich genauso ausgereift wie Magento. Ich liste die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten zwischen Shopware und Magento einfach mal auf, die mir in den letzten beiden Wochen aufgefallen sind: Gemeinsamkeiten...

Nearshoring von Magento-Projekten in Litauen

Die Kooperation von ADEO WEB aus Kaunas (Litauen) und virtual-commerce.de kann Ihnen zukünftig die Umsetzung Ihres Magento-Projekts in hoher Qualität zu guten Konditionen anbieten. Eine Erfahrung, die ich mit dem Onlineshopsystem Magento machen musste ist die, das viele der angefragten Projekte für mich als einzeln arbeitender Programmierer oft zu groß sind. Entweder kann ich den geforderten Funktionsumfang nicht in dem gewünschten Zeitraum liefern oder es werden zu verschiedene Skills benötigt (zum Beispiel für das Frontend oder Backend von Magento). Da ich nun nicht einfach Magento-Programmierer einstellen kann – wenn es sie denn gäbe – habe ich in letzter Zeit gemeinsam mit Paulius Nagys von der Agentur ADEO WEB aus Kaunas in Litauen die Idee einer Kooperation ausgearbeitet. Nachdem ich nun letztens für fünf Tage vor Ort in Kaunas, Litauen war, nimmt diese Idee einer Kooperation konkrete Formen an. Paulius Nagys hatte ich vor einigen Jahren auf diversen Magento-Konferenzen kennen gerlernt und wir sind sehr schnell über eine Zusammenarbeit hinsichtlich dem Shopsystem Magento ins Gespräch gekommen. Gemeinsam mit weiteren Kollegen hat er vor Jahren die Agentur ADEO WEB gegründet, die sich auf Projekte rund um die Shopsoftware Magento konzentriert. Inzwischen stehen mehr als zehn auf Magento spezialisierte Programmierer bereit und ADEO WEB baut die Kompetenz in diesem Bereich kontinuierlich aus. In den letzten Jahren hat die Agentur bereits zahlreiche internationale Projekte für große und bekannte Marken in Osteuropa, dem Nahen Osten und in Afrika erfolgreich umgesetzt. Mit dem Fokus auf Magento kann ADEO WEB deshalb eine Expertise bieten, die ich als Einzelner niemals leisten könnte. ADEO WEB ist außerdem offizieller Magento-Partner (Bronze). Einzelne Mitarbeiter sind zusätzlich noch zertifizierte Magento-Entwickler. Ich...

Virtual Commerce wird zur EffektWelle

Seit ca. einem Jahr arbeite ich nun selbständig für die verschiedensten Kunden. Dabei musste ich feststellen, dass es als Einzelkämpfer nicht ganz so einfach ist: viele Kunden wünschen ein Spektrum an Dienstleistungen, das man als Einzelner nicht abdecken kann. Dazu kommt, dass im Falle eines Urlaubs oder Krankheit kein Ansprechpartner für den Kunden zur Verfügung steht. Es ist also nicht nur schwer, direkte Kundenaufträge zu erhalten, die meisten Anfragen im letzten Jahr erhielt ich außerdem über Agenturen, die ihre Aufträge an Freelancer wie mich weiterreichen und natürlich an jeder von mir geleisteten Arbeitsstunde mitverdienen wollen. Dieses Konstrukt entspricht allerdings nicht dem, was ich mir unter Selbständigkeit vorstelle: es fehlt der direkte Kundenkontakt und man hat wieder einen Chef, der vorgibt, was zu tun ist. Und das entspricht oft nicht dem, was ich selbst dem Kunden empfehlen würde. Internetagentur EffektWelle Nichts liegt also näher, als sich mit jemandem zusammen zu tun und eine eigene Agentur zu gründen. Gemeinsam mit meinem Geschäftspartner Christian Ächter haben wir hier im bayerischen Oberland nun die Internetagentur EffektWelle gegründet. Unter diesem Label bieten wir nun gemeinsam folgende Dienstleistungen an: Beratung zur Strategie und Konzeption Ihrer Internetaktivitäten Entwicklung und Pflege von Webseiten und Onlineshops, bevorzugt mit folgenden Systemen: WordPress, Drupal und Typo3 für Webseiten Magento für Onlineshops Aufbau von Reichweite über verschiedene Onlinemarketing-Maßnahmen wie Contenterstellung (Text, Foto, Audio und Video) Suchmaschinenoptimierung (SEO) Suchmaschinenmarketing (SEM, z.B. Google Adwords) Affiliatemarketing Konzeption und Betreuung Ihrer Social Media-Aktivitäten wie Soziale Netzwerke Blogs, Audio- und Video-Podcasts Community-Management Erfolgskontrolle Ihrer Aktivitäten mit Methoden der Webanalyse Je nach Projektgröße oder -anforderungen stehen uns zahlreiche Experten aus den Einzeldisziplinen zur Verfügung, mit denen wir...

Ein paar Gedanken über Amazon, E-Commerce und den stationären Handel

Der Online-Großhändler Amazon hat zur Zeit eine unglaublich schlechte Presse. Ob Print, Funk oder Fenrsehen: die Berichte über schlechte Arbeitsbedingungen geben sich die Klinke in die Hand. Amazon wird dabei oft in eine Schublade mit deutschen Billig-Discountern geworfen. Aber Amazon ist alles andere als der Billige Jakob des Internets. Gründer Jeff Bezos hat mit seinem Unternehmen in den letzten Jahren einfach verdammt vieles richtig gemacht, und gut. Was den Umgang mit Mitarbeitern, Leiharbeitern und Subunternehmer angeht, nutzt Amazon den Rahmen, der dem Unternehmen von der Politik vorgegeben wird. Das machen viele andere Firmen ähnlich und der Skandal ist für mich ein politischer. Die publikumswirksame Empörung unserer Politiker ist reichlich lächerlich, da sollten unsere Medien mal etwas mehr nachhaken, aber da kommt nix. Aber zurück zum Handel. Bei Amazon stimmt alles: das Konzept (wie z.B. das Partnerprogramm oder Amazon Marketplaces), das inzwischen überwältigende Produktangebot, die Prozesse, die Qualtität, einfach alles. Belohnt wird das Unternehmen dafür nicht nur mit zufriedenen und treuen Kunden, sondern auch mit einem übergroßen Anteil am deutschen Versandhandel: Laut einer Meldung der Süddeutschen Zeitung vom 5. Februar 2013 geht bereits ein Viertel des Umsatzes des deutschen Versandhandels an Amazon. Tendenz weiter steigend. Zugegeben, das ist problematisch, liegt aber nicht nur an Amazon. Eine Frage, die man bei einer solchen Übermacht erstaunlicherweise selten bis nie hört: wie geht hierzulande der Rest des Marktteilnehmer mit einer derartigen der Dominanz eines Einzelnen um? Wie kann man überhaupt noch damit umgehen? Gut, es gibt den mit reichlich Investorengeld aufgeputschten Medienliebling Zalando. Aber selbst wenn es gelingt, den Newcomer mit einigen Prozenten Anteil am deutschen Markt zu etablieren, der großen Masse der...